Für eine Lippenkorrektur stehen mehrere Methoden zur Verfügung.
Die einfachste und schnellste Methode der Korrektur der Lippenform ist die Unterfütterung mit Füllsubstanzen, vor allem mit Produkten der Hyaluronsäure. Die Haltbarkeit dieser Substanzen ist mit 6 bis 12 Monaten, je nach individueller Neigung zur lokalen Auflösung, begrenzt.
Diese Therapie erfolgt in der Ordination und erfordert meist eine Lokalanästhesie. Durch einige Tage können die Lippen etwas geschwollen bleiben.
Unterfütterung der Lippen mit nicht resorbierbaren Substanzen können unangenehme Komplikationen hervorrufen und sind daher abzulehnen.
Mit der Eigenfettimplantation kann eine permanente Korrektur der Lippenform durchgeführt werden.
Es wird an einer entfernten Körperregion in Lokalanästhesie Fett abgesaugt und nach einer speziellen Präparation zur Lippenvergrößerung implantiert. Soll eine deutliche Auffütterung der Lippen erzielt werden, muss mit einer Schwellung gerechnet werden, die ca. zwei bis drei Wochen anhält. Manchmal ist eine zweite Implantation erforderlich, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Dieses Ergebnis kann als permanente Korrektur angesehen werden.
Die Auffütterung der Lippen mit eigenem Unterhaut-Gewebestreifen erfolgt ebenfalls in der Ordination in Lokalanästhesie, verursacht nur eine kurz dauernde Schwellung, das Resultat ist allerdings nicht permanent.
Eine Verkürzung der Oberlippendistanz (Nasenöffnung zum Lippenrot) wird mit einer kleinen Hautentfernung im Bereich der Nasenlöcher durchgeführt. Dadurch wird die Lippe angehoben, die Distanz zur Nase reduziert und der frühere jugendliche Eindruck zurück gewonnen.
Hautschnitte am Rand des Lippenrotes verursachen sichtbare Narben und sind abzulehnen.
Über die am besten geeignete Methode der Lippenkorrektur kann in einem Beratungsgespräch mit Univ. Prof. Dr. Jürgen Holle individuell entschieden werden.