Versuche, eine Brustvergrößerung durch Hormontherapie zu erreichen, sind nicht empfehlenswert. Nur durch einen operativen Eingriff ist eine Brustvergrößerung mit zufrieden stellendem ästhetischem Ergebnis möglich. Es ist durch wissenschaftliche Studien erwiesen, daß Silicon nicht krebserregend wirkt und es besteht andererseits der wissenschaftliche Nachweis, daß Rheuma und rheumaähnliche Erkrankungen durch Silicon nicht ausgelöst werden können. Vor der Entscheidung zu einer Brustvergrößerungsoperation soll in einem informativen Gespräch die gewünschte Brustgröße mit den für diesen speziellen Fall gegebenen Möglichkeiten (Dicke des Unterhautfettgewebes, Brustkorbausmaß, Größe der vorhandenen Brustdrüse) abgestimmt werden. Nicht jede Brustgröße passt für jede Frau, da das optimale Ergebnis mit der Hautspannung, mit dem vorhandenen eigenen Drüsengewebe sowie den Ausdehnungen des Brustkorbes in Einklang gebracht werden muss. Lassen Sie sich über die Vorteile und Nachteile der Implantatform für Ihren speziellen Fall von mir beraten.
Welche Untersuchungen sind vor Durchführung einer Brustvergrößerungsoperation erforderlich:
Ab dem 30. Lebensjahr sollte eine Mammographie durchgeführt werden um etwaige pathologische Veränderungen vor der Operation auszuschließen.

Prinzipiell stehen zwei Implantatsysteme zur Verfügung:
Für den Fall, dass das Kochsalz durch einen Bruch der Prothesenhülle austreten sollte, wird es resorbiert und bleibt nicht im umliegenden Gewebe liegen.
#### Silikonhülle mit Silikongel gefüllt
a.) mit glatter Oberfläche
b.) mit rauer Oberfläche
Die Vor-oder Nachteile der Oberflaechenstruktur fuer die Kapselbildung werden noch immer diskutiert.
Moderne Brustimplantate besitzen ein kohesives Silikongel, das auch bei Bruch der Hülle nicht austritt. Trotzdem können bei einer Ruptur Silikonpartikel in die Umgebung gelangen.
Es stehen runde und anatomisch geformte Implantate zur Verfügung. Die Form des Implantates hat besonders bei kleinen Brüsten mit dünnem Unterhautfettgewebe und gering ausgebildeter Brustdrüse eine Auswirkung auf die spätere Form der Brust.
Runde Brustimplantate mit glatter Oberflaeche können über einen Schnitt in der Achselhöhle eingebracht werden. Anatomisch geformte Brustimplantate mit rauher Oberflaeche müssen durch einem Schnitt am Unterrand des Warzenhofes, oder in der Brustfalte implantiert werden.
Von vielen Chirurgen wird der Hautschnitt zum Einbringen des Silikonimplantates in der Brustfalte gewählt, da die Operation ist einfacher durchzuführen ist. Die Narbe bleibt allerdings immer sichtbar. Um verräterische Narben nach der Operation zu vermeiden wird von mir der Hautschnitt am Warzenhofrand oder in der Achselhöhle vorgezogen.


Von hier aus wird ein entsprechend großer Raum für die Aufnahme des Brustimplantats zwischen dem Brustmuskel und der Brustwand geschaffen.


Implantat unter dem Muskel Implantat über dem Muskel
Nur in Ausnahmefällen, bei gut ausgebildetem Brustgewebe und mäßiger Hängebrust wird das Implantat auch zwischen Muskel und Brustdrüse platziert.
Bei schlaffer, stärker ausgebildeter Hängebrust muss eine Straffung des Hautmantels durchgeführt werden, um ein optimales ästhetisches Ergebnis erzielen zu können.
Implantate die nicht unter dem Muskel platziert werden, neigen mehr zur Komplikationen und zur Verhärtung, während Implantate die zwischen Muskel und Thoraxwand liegen eine geringere Tendenz zu diesen Komplikationen aufweisen. Bei schlaffer, stärker ausgebildeter Hängebrust muß eine Straffung des Hautmantels durchgeführt werden um ein optimales ästhetisches Ergebnis erzielen zu könne. Diese Straffung bedeutet, daß die Brustwarze angehoben und daher zirkulär mit einer Narbe versehen werden muß, meistens ist zusätzlich auch mit einer Narbe von der Brustwarze zur Brustfalte zu rechnen. Ein Blutungsdrain wird routinemäßig in die Wundhöhle eingebracht und am 1. Tag nach der Operation von mir entfernt. Üblicherweise kann nach der Entfernung des Drains das Krankenhaus verlassen werden. Anästhesie: Die Operation wird grundsätzlich in Allgemeinnarkose durchgeführt und erfordert aus diesem Grund einen Mindestkrankenhausaufenthalt von einer Nacht.
Empfehlungen nach einer Brustvergrößerungsoperation: Nach der Operation sollte durch einige Tage körperliche Anstrengung vermieden werden, durch mindestens 3 Wochen soll kontinuierlich ein BH getragen werden, um ein ruhiges Einheilen des Implantates zu ermöglichen. Die Nähte werden um den 10. - 12. Tag entfernt. Sportliche Aktivitäten, bei denen der Brustmuskel stärker belastet wird, sind nach etwa 5 - 6 Wochen erlaubt. Die Stillfähigkeit wird grundsätzlich erhalten, allerdings kann die Gefühlsempfindung der Brustwarze nach einer Vergrößerungsoperation durch einige Monate eingeschränkt sein. Mit einem möglichen Austausch des Implantates musste früher nach etwa 10 Jahren gerechnet werden. Die Implantate sind deutlich verbessert worden, so dass mit einer wesentlich verlängerten Lebensdauer zu rechnen ist. Mammographisch kann die Brustdrüse auch nach erfolgter Vergrößerungsoperation untersucht werden und es gibt nur ganz wenige Stellen, die durch das Implantate bedingt, für die Röntgenuntersuchung nicht einsehbar sind. Die normale Brustkrebsvorsorgeuntersuchung - wie sie ab dem 30. Lebensjahr von jeder Frau in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sollte - muß nach einer Vergrößerungsoperation in gleichem Ausmaß erfolgen.
Durch diese Operation kann in den meisten Fällen eine äußerst zufrieden stellende Form der vergrößerten Brust erzielt werden. Größenunterschiede und Asymmetrien, die vor der Operation bestanden haben, können jedoch nicht immer restlos beseitigt werden.
[brustvergrößerung] (http://www.imedo.de/verzeichnis)
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